Closer Look

Are you seriouse?

Als ich neulich beim durchforsten meiner Blogs auf diese drei Fotos gestoßen bin, war ich zunächst sprachlos. Es dauerte eine kleine Weile bis ich wieder in der Lage war einen klaren Gedanken zu fassen. Zunächst kam mir ein „wow, mutig!“ in den Sinn und sofort darauf ein „OMG“.
Das Sprichwort „Über Geschmack lässt sich streiten sagte der Affe und biss in die Seife“ ist mir durchaus bekannt. In Anbetracht der Outfits allerdings, verliert das Sprichwort an seinem metaphorischen Bildnis. Ja es klingt gerade zu lächerlich. Und damit meine ich nicht nur das Sprichwort.

Bitte denkt nicht, ich wäre spießig oder ähnliches. Ich meine, es gibt Leute denen nehme ich ihren noch so individuellen Look ab. Dafür müssen sie aber auch authentisch auf mich wirken und nicht wie Möchtegerns.

Ich tue mich hier sehr schwer Kritik zu äußern, denn das tue ich wenn mit Bedenken und erst recht nicht öffentlich. Aber was in aller Welt bitte wollten diese Damen mit ihren Outfits zum Ausdruck bringen? „Weniger ist mehr“ oder den „Bade(handtuch)look“ auf die Straße bringen? Wie dem auch sei, es gibt Dinge die will man nicht sehen.

Behind the Scenes

Dass Lady Gaga für die Septemberaugabe der Vanity Fair auf dem Cover zu sehen ist, dürften den Meisten bereits bekannt sein.

Nick Knight haben wir das Foto zu verdanke wie auch das Video zu dem Shoot, präsentiert von seiner Fashion Video Webseite SHOWstudio.com

Am Besten gefällt mir die Videosequenz mit dem Rauch unter ihrem transparenten Kleid.

Film Ab!

Kunstbanausen

Die französische Band Hold Your Horses! erlaubte sich mit ihrem Video zur Single 70 Million einen ritt durch die Kunstgeschichte. Wie das Video beweißt, scheint es als hätten die Jungs eine Menge spaß gehabt.
Um mein verstaubtes Wissen zur Kunstgeschichte wieder auf Vordermann zu bringen hat sich die Recherche für diesen Beitrag allemal gelohnt. Jetzt soll doch noch einer sagen, Kunst wäre langweilig!

v.l.n.r.
1. Das Abendmahl (1452-1519) – Leonardo da Vinci
2. Die Geburt der Venus (um 1485/86) – Botticelli
3. Die Anatomie des Dr. Tulp (1632) – Rembrandt
4. Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge (1655) – Jan Vermeer
5. Das Floss der Medusa (1819) – Théodore Géricault
6. Tod des Marat (1793) – David
7. Die Erschaffung Adams (1508-1512) – Michelangelo
8. Le fils de l’homme (1964) – René Margritte
9. Komposition mit großer roter Fläche, Gelb, Schwarz, Grau und Blau (1921) – Piet Mondrian
10. Selbstbildnis mit Dornenhalsband (1940) – Frida Kahlo
11. Tete d’une Femme Lisant (1952–53) – Picasso
12. Der Schrei (1892 – 1910) – Edvard Munch
13. Selbstbildnis (1887) – Vincent Van Gogh
14. Marilyn Monroe (1967) – Andy Warhol
15. Gabrielle d’Estrées und eine ihrer Schwestern (um 1594) – anonym (Zweiten Schule von Fontainebleau)
16. Thronende Madonna mit Engeln (1272-1274) – Cimabue
17. Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers (1607) – Caravaggio
18. Olympia (1863) – Manet
19. Die Freiheit führt das Volk (1830) – Delacroix
20. Sylvia von Harden (1926) – Otto Dix
21. Der Kuss (1907–1908) – Gustav_Klimt
22. Die Braut (1949) – Chagall
23. Las Meninas (1656) – Velazquez
24. Zwölf Sonnenblumen (1888) – Vincent van Gogh

Hoch soll er leben – der neue Dutt

Sie hat es wohl auf die Spitze getrieben mit ihrem Dutt.
2006 ist Amy Winehouse erstmals mit ihrer Erfolgssingle „Rehab“ auf öffentlichen Erfolg gestoßen. Für weitaus weniger Erfolg sorgte sie dagegen mit ihren Alkohol-, Drogen- und Partyexzessen.
Was die Mode angeht, hat die Gute mit ihrer bis dahin ungewöhnlichen Haartracht und ihrem „rein zufällig zusammengestellten“ Rockabilly Look für einen weiteren Hit gesorgt.
Sie avancierte zur Muse von Karl Lagerfeld, der sich prompt von ihr inspirieren ließ und ihr in der Chanel Pre-Fall 2008 Kollektion huldigte.

Amy Winehouse 2007 Elle Style Awards / Models Backstage bei der Chanel Pre-Fall 08

Amy Winehouse mag zwar momentan von der medialen Bildfläche verschwunden zu sein, doch ihre Frisur thront immer noch auf den Köpfen der Models.
Marc Jacobs zeigte bei der Louis Vuitton Herbst/Winter 2009 Kollektion seine Interpretation der Amy Frisur. Auch Herr Alber Elbaz von Lanvin präsentierte bei der Frühjahr/Sommer Kollektion 2010 eine leicht dahin drapierte Duttfrisur.
Mein Favorit war Amy Winehouse kunstvolle Frisur zwar nie und ist es auch bis heute noch nicht, aber ich muss doch zugeben, dass es doch durchaus gelungen aussehen kann, wie Model Anna Selezneva bewiesen hat.
Diese Variante gefällt mit weitaus besser, denn durch die zurückgenommen Haare und den damit erzielten “Shaving-Effekt”, verliert der lässige Dutt nichts von seiner Eleganz und Weiblichkeit.
Es gibt einfach Menschen, die können alles tragen und sehen nicht lächerlich aus, selbst nicht mit einem Vogelnest auf dem Haupt.

Louis Vuitton H/W 09 / Anna Selezneva / Lanvin F/S 10

Der Jedi unter den Modedesignern

Haider Ackermann zählt zu den Designern, die es schaffen den Betrachter und den Träger seiner Mode auf eine Reise in verschiedene Kulturen mitzunehmen.
Der gebürtige Kolumbianer aus Bogotá (1971 geboren) verbrachte seine Jugend in Afrika und Europa. Später zog es ihn in die Niederlande und über Amsterdam weiter nach Antwerpen. Hier begann er ein Modestudium an der Akademie der Schönen Künste, welches er nach drei Jahren abbrach. Um seine eigene Kollektion finanziell realisieren zu können, arbeitete er für verschiedene Modehäuser. Nach seiner Designassistenz bei John Galliano präsentierte er seine Entwürfe Raf Simons. Dieser war so angetan von seinen Ideen, dass er ihm zu seiner ersten Kollektionspräsentation verhalf. Die Marke Haider Ackermann nahm ihren Lauf.
Neben internationalen Einkäufern und Journalisten machte er auch die italienische Lederfirma Ruffo Research auf sich aufmerksam, für die er zwei Saisons lang Kollektionen entwarf.

F/W 2010/11

F/W 2009/10

F/W 2008/09

Doch zurück zu seinen Kollektionen. Seine Entwürfe vermögen Geschichten wie aus einer anderen Welt zu erzählen. Sie vermitteln einem das Gefühl, als wäre er in den verschiedenen Sprachen dieser Kulturen heimisch und ihrer Sprache mächtig, ohne aber auf den Betrachter fremd zu wirken. Trotz der oft verspielten und organischen Silhouetten, schafft er es dennoch einen klaren und geordneten Rahmen zu bieten.
Seine Trägerinnen wirken einerseits feminin, sinnlich und mysteriös und gleichzeitig aber auch stark, scharfsinnig und kühl. Sie wirken einerseits wie träumerische Weltenbummlerinnen und dann blitzt aber auch die starke Kämpferin durch. Man könnte sagen, er schafft mondäne Kriegerinnen. Ich liebe seine Sprache und seine Roben, die mich an extravagante Jediroben erinnern.
Möge die Macht mit ihm sein.

Medizinische Versorgung


Die Designerin Gwendolyn Huskens studiert an der Design academy in Eindhoven und entwarf zum heiklem Tabuthema “Körperliche Deformationen” eine  medizinisch, ästhetische Schuhkollektion.
Für die Kollektion selbst, verwendete sie natürlich auch medizinische Materialien wie Bandagen, Stahl und Pflaster.
Diese Kollektion zeigte sie während der jüngsten Abschlußprüfungsshow.

Düstere Schönheit

Eine meiner Lieblingsstrecken
ist diese hier von Tim Walker
für US Harper’s Bazaar /Okt.09
Die düsteren, skurrilen und
morbiden Figuren von
Tim Burton sind stilsicher um-
gesetzt, ohne auch nur einen
Hauch von ihrem Charme zu
verlieren.