Closer Look

Der Jedi unter den Modedesignern

Haider Ackermann zählt zu den Designern, die es schaffen den Betrachter und den Träger seiner Mode auf eine Reise in verschiedene Kulturen mitzunehmen.
Der gebürtige Kolumbianer aus Bogotá (1971 geboren) verbrachte seine Jugend in Afrika und Europa. Später zog es ihn in die Niederlande und über Amsterdam weiter nach Antwerpen. Hier begann er ein Modestudium an der Akademie der Schönen Künste, welches er nach drei Jahren abbrach. Um seine eigene Kollektion finanziell realisieren zu können, arbeitete er für verschiedene Modehäuser. Nach seiner Designassistenz bei John Galliano präsentierte er seine Entwürfe Raf Simons. Dieser war so angetan von seinen Ideen, dass er ihm zu seiner ersten Kollektionspräsentation verhalf. Die Marke Haider Ackermann nahm ihren Lauf.
Neben internationalen Einkäufern und Journalisten machte er auch die italienische Lederfirma Ruffo Research auf sich aufmerksam, für die er zwei Saisons lang Kollektionen entwarf.

F/W 2010/11

F/W 2009/10

F/W 2008/09

Doch zurück zu seinen Kollektionen. Seine Entwürfe vermögen Geschichten wie aus einer anderen Welt zu erzählen. Sie vermitteln einem das Gefühl, als wäre er in den verschiedenen Sprachen dieser Kulturen heimisch und ihrer Sprache mächtig, ohne aber auf den Betrachter fremd zu wirken. Trotz der oft verspielten und organischen Silhouetten, schafft er es dennoch einen klaren und geordneten Rahmen zu bieten.
Seine Trägerinnen wirken einerseits feminin, sinnlich und mysteriös und gleichzeitig aber auch stark, scharfsinnig und kühl. Sie wirken einerseits wie träumerische Weltenbummlerinnen und dann blitzt aber auch die starke Kämpferin durch. Man könnte sagen, er schafft mondäne Kriegerinnen. Ich liebe seine Sprache und seine Roben, die mich an extravagante Jediroben erinnern.
Möge die Macht mit ihm sein.

Leave a Reply